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Heute in Klimaperspektiven
1
Speicher fürs Balkonkraftwerk 
Was bringt er und wann lohnt er sich? Ein Selbstversuch
2
Vom Vielflieger zum „Klima-Opa“  
Wie sich Helfried Broer in Sankt Augustin engagiert
3
Nicht nachlassen 
Wird die Politik sich an den heißen Sommer 2026 erinnern?

Dienstag, den 08.09.2026

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor einigen Monaten berichtete ich hier im Newsletter über mein neu installiertes Balkonkraftwerk. Mittlerweile produziert es fleißig Strom, aber wo geht der eigentlich hin?

Mir fiel nämlich schnell auf: Das Kraftwerk produziert vor allem am Vormittag Strom. Doch wenn ich im Büro arbeite, kann ich diesen kaum nutzen. Also fließt der Strom einfach ins Netz - und bringt mir gar nichts. Doch dafür gibt es eine Lösung: den Batteriespeicher.  
 

Der Selbstversuch 

Für etwa zwei Monate habe ich mir eine Batterie bei den Balkonscouts des Bürgervereins Vilich-Müldorf ausgeliehen und getestet, was sie bringt. Das Ergebnis war erstaunlich, finde ich. Den ganzen Artikel und die Antwort auf die Frage, für wen sich eine Batterie lohnt, lesen Sie hier.
Helfried Broer und Albrecht Brückner (v. l.) von der Initiative „Enkeltauglich handeln“. Das Haus von Broers Sohn im Hintergrund haben Broer und Sohn mittlerweile mit Solarpanelen und Wärmepumpe ausgestattet.
Ein etwas größeres Exemplar einer Solaranlage hat Helfried Broer auf dem Hausdach seines Sohnes installiert. Als er noch jünger war, ist er jeden Morgen um fünf Uhr aufgestanden, in ein Flugzeug gestiegen und nach Berlin zur Arbeit geflogen. Abends ging es wieder zurück zu seiner Familie nach Bonn. Heute fährt er seine Enkel mit dem Lastenrad in den Kindergarten.  
 

Ganz anderer Alltag 

Broer hat in Sankt Augustin die Initiative „Enkeltauglich handeln“ gegründet und engagiert sich damit gegen den Klimawandel. Wie er vom ehemaligen Vielflieger zum Sankt Augustiner „Klima-Opa“ wurde, lesen Sie hier.
Erinnern Sie sich noch an die heißen Tage im Sommer? Sie scheinen schon wieder so weit zurückzuliegen, jetzt wo es kühler wird. Da kann das Thema Klimaschutz in der Politik schnell in Vergessenheit geraten - selbst wenn der Sommer noch so trocken und heiß war. Werden die Dürre in den Böden in Bonn und der Region, das Niedrigwasser im Rhein und die heißen Tage in Erinnerung bleiben? Mein Kollege Jan Drebes plädiert in seinem Kommentar dafür: Nicht nachlassen beim Klimaschutz! 
Danke, dass Sie Klimaperspektiven lesen! 
 
Herzliche Grüße 
Ihre Marie Schneider
Marie Schneider
Marie Schneider 
Redakteurin
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Zahl des Monats
19,6
Zu trocken, zu warm, zu sonnig: Der Sommer war in diesem Jahr extrem. Nach einer vorläufigen Auswertung ist er der zweitwärmste, der in Deutschland jemals offiziell gemessen wurde. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit.  
 
Das voraussichtliche Temperaturmittel lag laut Wetterdienst bei 19,6 Grad. „Nach vorläufigen Berechnungen dürfte nur der Jahrhundertsommer 2003 mit 19,7 °C wärmer gewesen sein“, hieß es vom DWD. Im Sommer 2026 lag die Temperatur demnach 3,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Als meteorologischer Sommer gilt der Zeitraum vom 1. Juni bis 31. August. dpa

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