Bonn und die Region im Wandel
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Klimaperspektiven
präsentiert von
31.03.2026
„Jetzt bin ich froh, dass große Fensterflächen nach Osten und Norden ausgerichtet sind“
Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn ich früher eine Wohnung gesucht habe, hatte ich eine klare Vorstellung: Sie musste unbedingt einen Balkon oder eine Terrasse haben, die nach Westen oder besser noch nach Süden ausgerichtet ist.
Seit den heißen Sommern der späten Zehnerjahre denke ich darüber anders. Jetzt bin ich froh, dass große Fensterflächen nach Osten und Norden ausgerichtet sind. Dennoch kann es während langer Hitzeperioden richtig warm werden in meiner Wohnung. Dafür habe ich jetzt eine neue Bestätigung.
 
Laut einer aktuellen Analyse des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima NRW gehöre ich zu den 7,5 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen, die in einer „Hitzeinsel" leben – das sind 42 Prozent der Bevölkerung. Ein neuer Klimaatlas zeigt nun bis auf einzelne Wohngebiete genau, wo es an extremen Sommertagen besonders heiß wird. Aber was bedeutet das konkret für uns? Und leben auch Sie in einem solchen Gebiet? Diese Fragen beantwortet unser Artikel.
Sharewood Forest
„Ich habe den Wald auf Kleinanzeigen gefunden.“
Martin Lohnecke, Waldbesitzer und Naturschützer
Es ist eine persönliche Wissenslücke, die bemerkenswert ist: Ich bin im Sauerland aufgewachsen und dachte bis in meine Jugend, dass der allgegenwärtige Wald so seit vielen Jahrhunderten existiert. Dass die Fichtenwälder menschengemacht sind, wurde mir erst spät bewusst. Seitdem fasziniert es mich, was in Schutzgebieten wie dem Nationalpark Eifel passiert.
 
Deutlich kleiner, aber nicht weniger spannend ist das Projekt „Sharewood Forest" in Windeck: Drei Freunde haben dort einen 2,7 Hektar großen Wald gekauft und forsten ihn mit klimaresistenten Baumarten auf. Wie das funktioniert, berichtet GA-Mitarbeiterin Inga Sprünken in ihrem Artikel.
 
Danke, dass Sie Klimaperspektiven lesen!
 
Herzliche Grüße
Ihr Jan Wiefels
Jan Wiefels
Jan Wiefels
Head of Content Development
 
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Auch der März war zu nass. Bis zum 29. März fielen 52,5 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, das sind 125 Prozent der langjährigen Niederschläge in Bonn, wie der Wetterstatistiker Klaus Kosack meldet. An elf Tagen regnete es, darunter neun Tage mit mehr als einem Liter pro Quadratmeter. An zwei Tagen gab es Starkniederschläge mit mehr als zehn Liter pro Quadratmeter. Bedingt durch den Kaltlufteinbruch in der vergangenen Woche wurde auch an drei Tagen Regen gemischt mit Hagel beobachtet. Damit sind in diesem Jahr schon 39 Liter Regen pro Quadratmeter mehr gefallen als im langjährigen Mittel. Mit dieser Regenmenge landet der März jetzt schon auf Platz 53 der 179-jährigen Regenchronik der Stadt. Der Regen hatte allerdings keinen Einfluss auf den Rheinpegel, denn seit Monatsanfang fällt er bis heute ständig, von 5,13 Meter auf 2,22 Meter am 29. März um 23 Uhr.
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