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| · Sonntag, den 03.05.2026 · | | | |
Liebe Leserin, lieber Leser,
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Feuerwerk, Kölsch, Autofahren – in Bonn steht das alles unter Generalverdacht. Wer sich beim Feuerwerk von Rhein in Flammen erwischen lässt, tut das auf eigene moralische Gefahr. | | | |
in Bonn macht nichts mehr Spaß. Wer das noch nicht gemerkt hat, wird am Samstagabend zu Rhein in Flammen gehen und sich beim Feuerwerk erwischen lassen – innerlich begeistert, äußerlich schuldbeladen. Denn Raketen stören Fauna, Flora, den Nachbarn und das Gewissen. Am liebsten würden alle wegschauen. Tun sie aber nicht. Nach dem Festival bleibt die Rheinaue spaßfrei. Der Rasen kann dann in Ruhe wieder wachsen. Ein Betreten-verboten-Schild sähe schön aus. Gänseblümchen für einen Haarkranz, der bis zum Nachhauseweg welkt, lässt man besser stehen. Darf man die noch pflücken? Richterin Barbara Salesch wird’s wissen, oder frag doch mal die Maus.
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Ein Klassiker im Schilderwald: Der nette Hinweis „Rasen bitte nicht betreten“.
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| Foto: coko - stock.adobe.com/Corinna Woerner | | | |
Kölsch trinken in der City wird auch kompliziert. In der Kneipe tobt das Leben. Zu laut, zu fröhlich, zu viel für einzelne Nachbarn. Irgendwer beschwert sich immer. Und irgendwer gibt immer nach. So sind in Bonn Einzelne zufrieden, die meisten nicht. Autofahren macht bei Staus, Baustellen, A565-Vollsperrung auch keinen Spaß mehr. Aber darf Autofahren noch Spaß machen? Nur Radfahren und keine Böller ist doch auch nichts. Vonseiten der Stadtregierung ist beim Verkehr noch nicht viel passiert. Weder zum Guten noch zum Schlechteren. Auch das tut keinem weh und ist immerhin konsequent. Gesitteten Spaß haben darf man noch beim Theater Bonn. Wer allerdings auf der sicheren Seite sein will, kauft besser nur noch Karten für Veranstaltungen in Beuel. Linksrheinisch ist das alles etwas komplizierter geworden, seitdem der beste Beton nach Jahrzehnten bröckelt und man ihn einfach bröckeln lässt. Ist Spaß also der Feind eines ernsthaften und sinnstiftenden Lebens? Er stört, lärmt und schadet doch nur, trägt aber zum eigenen Wohlbefinden bei. Das ist mehr wert als eine städtische Instagram-Strategie für 60.000 Euro im Jahr. Die kostet jeden einzelnen Bonner 1,5 Cent pro Monat. Das ist ein bisschen wie die GEZ, ob man nun schaut oder nicht. Mal sehen, welche Serien auf dem OB-Kanal laufen. | | | |
| Die größten Spaßverderber haben selbst keinen Spaß. Was eine gerechte Strafe ist. Man nimmt am besten das Heft selbst in die Hand und sorgt fürs eigene Vergnügen. An alle: 23 Uhr Treffpunkt Rheinaue, Gänseblümchenwiese. Neben der Bierbude, wo man mit Gläsern laut anstößt. Eine Band jagt Michael Jacksons „Thriller“ krachend durch die Gehörgänge. Ein Prosit aufs letzte Feuerwerk in der Rheinaue. Schuldgefühle optional. Mal sehen, ob am Freitag auf der Friesdorfer Kirmes jemand steht und wieder so tut, als würde ihm das Raketenlichtermeer dort nicht gefallen… Alles nur Spaß. | | | |
Einen schönen Restsonntag wünscht Ihr Richard Bongartz | | | |
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Richard Bongartz Redakteur Bonn | | | |
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