Steffen Bilger lädt zur Krisensitzung ausgerechnet nach Bonn ein. Dass es die Wirtschaft pünktlich ins Ministerium schaffte, grenzt an ein Wunder. Ein Notfallköfferchen ist gepackt. ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌
· Sonntag, den 09.08.2026 ·

Liebe Leserin, lieber Leser,

das war doch mal ein Einstand nach Maß: Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) lud, gerade ein paar Tage im Amt, am Donnerstag zum Krisengipfel ein.

Gemeinsam mit Unternehmen und Verbänden wurde über Sofortmaßnahmen debattiert, um der deutschen Wirtschaft durch diese schweren Zeiten zu helfen. Ganz nach PR-Handbuch traf man sich sozusagen im Auge des Orkans, dem Bonner Bundesverkehrsministeriums. Keine Ahnung, wie die Damen und Herren es pünktlich an den Robert-Schuman-Platz geschafft haben. Von großen Verspätungen ist jedenfalls nichts bekannt geworden. In Anbetracht von Nordbrückensperrung, einem eingeschränkten innerstädtischen Nahverkehr und dem niedrigen Rheinwasserstand grenzt das an ein mittleres Wunder. 
 
Das Rinnsal, das vom Rheinstrom nach Wochen der Trockenheit übrig geblieben ist, schränkt den Schiffsverkehr derart ein, dass der Minister nun das Aufweichen des Sonn- und Feiertagsverbots für Lkws in Betracht zieht. Die Vertiefung der Fahrrinne sprach er für die Zukunft ebenso an wie die stärkere Verlagerung von Gütern auf die Schiene. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer betonte anschließend, es sei wichtig, einen solchen „Notfallkoffer“ in der Hinterhand zu haben.
Der erste Krisengipfel für den neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (2. v. r.). 
Foto: Benjamin Westhoff
Ja, so ein Notfallköfferchen hat etwas für sich. Die vor hundert Jahren gegründete Dependance des Deutschen Roten Kreuzes in Duisdorf setzte in den vergangenen 15 Jahren auf die Zuverlässigkeit von „Truppi“. Der Einsatzwagen von 1989 kommt mittlerweile allerdings kaum mehr den Konrad-Adenauer-Damm hoch. Und das ist nun nicht gerade der höchste Punkt, den die Stadt zu bieten hat. Dass es „Truppi“ beispielsweise den Finkenberg hinaufschafft, auf dem Napoleon vor mehr als 200 Jahren mit Bürgermeister Stroof die Möglichkeiten einer militärischen Befestigung besprochen haben soll: eher unwahrscheinlich. Runter geht natürlich immer. Es müsste jedenfalls alsbald ein Ersatzfahrzeug für das DRK her, damit die Hilfsorganisation zügiger an ihren Einsatzort gelangen kann. Zum Aufgabengebiet gehört schließlich mitunter die wichtige Betreuung von Großveranstaltungen, bei denen manche Teilnehmer unter der Sommerhitze leiden. 
 
Nicht jedes Festival verfügt schließlich über einen belebenden Pool, wie ihn die Filmnächte im Friesdorfer und Rüngsdorfer Freibad zu bieten haben. Erst heißt es Bahnen ziehen, anschließend Kino schauen. Bei einer der ersten Aufführungen gab es den Film „Extrawurst“ zu sehen. Da der Mensch von Natur aus einfach gestrickt ist, will er dazu natürlich eine Grillwurst essen. Der Förderverein hatte das antizipiert, wie es im Fußballjargon gerne heißt. Ihm gingen zwar die Brötchen aus, aber das dürfte zu verschmerzen gewesen sein.
Einen schönen Restsonntag wünscht 
Ihr Philipp Königs
 
Philipp Königs 
Redakteur Bonn
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