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| · Mittwoch, den 16.09.2026 · | | | |
Liebe Leserin, lieber Leser,
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Musik, Erinnerung, Kino und Literatur: Die Kulturregion Bonn und Köln hält in diesen Tagen viele Geschichten bereit, die über den einzelnen Termin hinausweisen. Beim Beethovenfest wird die amerikanische Wohnungskrise zum Stoff für ein Oratorium, die sanierte Beethovenhalle lädt zur langen Konzertnacht ein. Ein Roman erinnert an die Verfolgung jüdischer Familien in Bad Godesberg, eine Bonner Schauspielerin mit Downsyndrom spricht über ihre zweite große Filmrolle – und eine mittelalterliche Pietà führt direkt in Thomas Manns „Zauberberg“. Die wichtigsten Themen habe ich für Sie zusammengetragen.
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Musik über die Wohnungskrise: Gabriel Kahane beim Beethovenfest
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Ein Behördenformular als Ausgangspunkt für ein Oratorium? Der amerikanische Komponist Gabriel Kahane verarbeitet in seinem Werk Formulare, Interviews und Statistiken zur Wohnungskrise in den USA. Herausgekommen ist eine ungewöhnliche Verbindung aus Pop, Musical und zeitgenössischer Musik – und ein Stück, das die Erfahrungen wohnungsloser Menschen unmittelbar hörbar macht. Beim Beethovenfest wurde Kahanes Werk nun erstmals in Deutschland aufgeführt. Für das Beethoven Orchester war das Konzert zugleich ein besonderer Auftakt: Es eröffnete seine erste vollständige Saison in der sanierten Beethovenhalle. Ich habe dieses Konzert als eine spannende Erfahrung erlebt. | | | |
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Komponist Gabriel Kahane (links) singt bei der Aufführung seines Oratoriums.
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| Foto: Tilmann Böttcher | | | |
„Nach Hause“ in der Beethovenhalle
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Nach dem Konzert ist vor dem Konzert – und das Beethovenfest geht weiter. Unter dem Festivalmotto „Nach Hause / Daheim“ lädt das Beethovenfest für am Samstag, 19. September, zu einer langen Konzertnacht in die frisch sanierte Beethovenhalle ein. Von 18 bis 23 Uhr wird in allen Sälen gleichzeitig musiziert: Kammerorchester, Kammermusik, Gesang, Performance und ungewöhnliche Begegnungen gehören zu diesem Festabend. Ich mag an diesem Format besonders den Gedanken, dass die Beethovenhalle nicht nur wiedereröffnet wird, sondern tatsächlich zu einem musikalischen Zuhause für Bonn werden soll. Man kann von Saal zu Saal gehen, Bekanntes wiederfinden und Neues entdecken – mit Nils Mönkemeyer, Fabian Müller und sein Orchester, dem Aris Quartett, „Our People“ und vielen weiteren Künstlerinnen und Künstlern. Ein Abend zum Ankommen, Herumstreifen und Hinhören. Mehr dazu und zum Programm gibt es hier. | | | |
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Vier Frauen und ein explodierender Cellobogen Wie nähert man sich einem Thema wie Heimat, ohne pathetisch zu werden? Salut Salon zeigt es im Bonner Opernhaus: mit Humor, Virtuosität und persönlichen Geschichten. Über einen sehr besonderen Abend in der Oper. Mehr > | | | |
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Alle Infos zu Rock am Ring 2027 Auch 2027 findet Rock am Ring am Nürburgring wieder statt. Das Festival steigt vom 5. bis zum 7. Juni. Hier gibt es alle wichtigen Informationen zum Festival: Tickets, Line-Up, Anreise und Camping-Bereiche. Mehr > | | | |
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Wie Ingmar Stadelmann Björn Höcke demaskiert Ingmar Stadelmann analysiert im Bonner Pantheon Björn Höckes Buch. Die erste Hälfte amüsiert, die zweite verstört. Am Ende entsteht eine Diskussion – und die Frage, wie gefährlich Höckes Sprache wirklich ist. Mehr > | | | |
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Holocaust-Roman erzählt Godesberger Schicksale
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In seinem Roman „Später. Vielleicht“ erzählt Harald Gesterkamp die Geschichte der jüdischen Familie Levy aus Mehlem. Enteignung, Vertreibung und Deportation werden dabei nicht als fernes Geschehen beschrieben, sondern als konkrete Schicksale aus der Nachbarschaft. Zugleich verknüpft der Autor die Geschichte der Familie mit weiteren Verfolgten aus Bad Godesberg. Der Roman macht sichtbar, dass die nationalsozialistische Verfolgung auch in Mehlem und Friesdorf unmittelbar geschah. Gerade darin liegt seine Bedeutung: Er hält die Erinnerung an die Opfer wach und zeigt, wie wichtig Aufklärung über die Verbrechen bleibt. Die Hintergründe hat Ebba Hagenberg-Miliu für Sie zusammengetragen. | | | |
„Alle Augen gucken auf einen. Das ist schon, wow“
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Antonia Riët steht mit 26 Jahren vor ihrer zweiten großen Filmrolle. Die Bonnerin mit Downsyndrom spielt im Kinofilm „Das gewisse Etwas“ und erzählt, wie sie über das Theater zur Schauspielerei kam – und warum Bonn für sie Heimat ist. Riëts Weg zeigt, welche Möglichkeiten inklusive Theaterarbeit eröffnen kann: bis auf die Kinoleinwand und mitten hinein in eine Geschichte über das Besondere, das jeder Mensch mitbringt. Jashan Gupta hat die außergewöhnliche Schauspielerin getroffen und stellt ihre Geschichte vor. | | | |
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Diese Ausstellungen in Bonn lohnen sich im September Chunqing Huang reagiert auf August Macke, Georg Haberler lässt sich von Kinderliedern inspirieren und das Kunstmuseum Bonn würdigt Frauen in der Kunstbranche. Was bieten die Museen, Galerien und Kunsthäuser in Bonn im September? Tipps für Ausstellungen. Mehr > | | | |
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Wie ein Bonner Kunstwerk Thomas Mann inspirierte
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Die Pietà Roettgen im LVR-Landesmuseum Bonn ist ein bedeutendes mittelalterliches Kunstwerk – und offenbar auch in die deutsche Literaturgeschichte eingegangen. Thomas Mann soll die Skulptur in seinem Roman „Der Zauberberg“ beschrieben haben: den Ausdruck von Marias Schmerz ebenso wie die Wunden Jesu. So verbindet die Pietà ein Bonner Museum mit einem zentralen Werk der deutschen Literatur. Ihre Darstellung von Trauer und Leid wirkt laut Museumsdirektor Thorsten Valk bis heute unmittelbar. Wie die Skulptur Thomas Mann inspirierte, erklärt Elena Eggert in ihrem Beitrag. Von der großen Konzertbühne bis zur Familiengeschichte aus Mehlem, vom Kinodebüt bis zum mittelalterlichen Bildwerk: Die Kultur der Region erzählt immer auch etwas über die Menschen und Orte, mit denen sie verbunden ist. | | | |
Ich wünsche Ihnen eine anregende Kulturwoche. Herzliche Grüße Bernhard Hartmann | | | |
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Bernhard Hartmann Redakteur Feuilleton | Musik, Kunst & Kultur | | | |
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Kein Hausverbot für Oasis im Bayerischen Hof
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2002 prügelte Liam Gallagher sich im Luxushotel Bayerischer Hof so heftig, dass er im Gefängnis landete. Zittert man dort nun vor seiner Rückkehr nach München? Mehr > | | | |
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„Free Palestine“-Rufe: Aus für Macklemore bei Sheeran-Tour
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Der US-Rapper Macklemore ist für politische Äußerungen zum Nahostkonflikt bekannt. Auch bei Konzerten mit Popstar Ed Sheeran fiel er mit Reden auf. Nun wurde er von der Tour ausgeschlossen. Mehr > | | | |
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Film „NAZA“ zum Gaza-Krieg: Armee prüft rechtliche Schritte
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Ein preisgekrönter Film über das mutmaßliche Vorgehen Israels im Gaza-Krieg sorgt für großes Aufsehen. Der Militärchef spricht jedoch von Verleumdung und ordnet die Prüfung juristischer Maßnahmen an. Mehr > | | | |
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