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| Liebe Leserin, lieber Leser,
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| was ist Ihnen diese Woche am wichtigsten? Karneval, Valentinstag – oder, dass Sie beidem möglichst weit aus dem Weg gehen? Wie auch immer Ihre Antwort lautet, ich habe Empfehlungen für alle Gefühlslagen dabei. Und weil Fastelovend kurz bevorsteht, beginnen wir doch gleich mit dem Bonner Straßenkarneval: Falls Sie es nicht längst im Kalender markiert haben, können Sie hier nachlesen, wo und wann die Umzüge in Ihrem Viertel stattfinden. Und falls Sie eher in Feierlaune sind, finden Sie hier eine Übersicht mit Karnevalspartys in der ganzen Stadt. In den Bonner Kulturstätten sind die beliebtesten Veranstaltungen wie Pink Punk Pantheon oder das Karnevalskonzert des Beethoven Orchesters (BOB) natürlich längst ausverkauft. Leider. Falls Sie dennoch interessiert, welche Verbindungen es zwischen Beethoven und der fünften Jahreszeit gibt, sollten Sie diesen Artikel zu den Vorläufern der BOB-Karnevalskonzerte lesen. Im Jahr 1927 schrieb der GA zu einem der jecken Auftritte etwa: „Die Beethovenhalle stand Kopf. Die Herren Musikmacher von Bonn werden jetzt endlich wissen, was sie zu spielen haben, wenn sie ein vollbesetztes Haus haben wollen.“
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| Springen wir weiter in Richtung Valentinstag. Von dem kann man ja halten, was man möchte. Viel zu kommerziell, sagen die einen. Während andere sich über jeden Anlass freuen, um die Liebe zu feiern. In Bonn bietet der 14. Februar zumindest zahlreiche Möglichkeiten: Im Opernhaus läuft um 19.30 Uhr das Kultmusical „Tootsie“, das meinen Kollegen Dietmar Kanthak begeisterte, auf der Werkstattbühne um 20 Uhr das spannende Format „Freischwimmen“, bei dem sich die Regieassistenten des Theaters Bonn kreativ ausprobieren dürfen. Es gibt keine Regeln und keine Grenzen, was bislang für ebenso kurzweilige wie unterhaltsame Abende sorgte. Tickets für beide Termine gibt es hier.
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| Jacob Elordi als Heathcliff und Margot Robbie als Catherine Earnshaw in „Wuthering Heights“. Foto: -/Warner Bros. Pictures/dpa/-
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 | | | „Wuthering Heights“: Enttäuschung im Kino |  |  |
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| Pünktlich zum Valentinstag startet an diesem Donnerstag zudem ein Film in den Bonner Kinos, den nicht wenige Fans als zauberhafte Romanze verklären. Dabei erzählt „Wuthering Heights“ eigentlich von einer obsessiven Liebe, Rache und sozialer Gewalt. Dennoch sorgt die Neuverfilmung des einzigen Romans von Emily Brontë seit Monaten für Aufregung in den sozialen Medien, nicht zuletzt, weil mit Margot Robbie („Barbie“) und Jacob Elordi („Saltburn“) zwei Publikumslieblinge die Hauptrollen spielen. Mein Kollege Bernhard Hartmann hat den Film diese Woche bereits in einer Pressevorführung in Köln gesehen – und kam ernüchtert zurück in die Redaktion. Warum „Wuthering Heights“ für ihn eine absolute Enttäuschung ist, können Sie hier nachlesen.
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| | | | „Kultur entsteht da, wo Menschen sich trauen“ |  | Von Michael Jackson bis zum Klassik!Picknick: Carmen Emmert hat viel erlebt. Die KunstRasen-Vereinschefin erklärt, warum Bonn mehr kulturellen Mut verträgt – und warum Kultur immer auch Haltung ist. [GA+]
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| Mehr>
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| Weniger enttäuschend waren dafür drei Bonner Theaterpremieren, die wir in der vergangenen Woche für Sie besucht haben. Am Contra-Kreis-Theater steht mit „Kalter weißer Mann“ eine Komödie auf dem Spielplan, die sich um den Streit auf einer Gedenkfeier dreht. Dort irritiert die Formulierung: „In tiefer Trauer – deine Mitarbeiter“. Wo sind die Mitarbeiterinnen? Schnell entspinnt sich eine Debatte rund um Gendersternchen und gesellschaftliches Miteinander. Ob das etwas für Sie sein könnte, finden Sie in unserer Kritik heraus. Das Stück läuft bis zum 22. März fast täglich, Karten gibt es hier. An eine junge Generation richtet sich die Uraufführung von „Stolpern“ am Theater Marabu. Ebenso eindringlich wie humorvoll geht es um Verantwortung, Schuld und das Erbe der NS-Zeit. „War mein Urgroßvater ein Nazi?“, fragen siebzehn Jugendliche aus Bonn – und bringen ein berührendes Stück über familiäre Biografien auf die Bühne. Bis zu den nächsten Aufführungen im April ist ein wenig Geduld gefragt, Tickets bekommen Sie aber bereits hier. Studierende der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft zeigen indessen die Modernisierung eines antiken Mythos: „Medea 2.0“ ist an diesem Donnerstag und Freitag, 12. und 13. Februar, jeweils um 20 Uhr am Theater im Ballsaal in Endenich zu sehen und dreht sich um toxische Liebe und emotionale Gewalt. Die Voraufführung auf dem Campus in Alfter sorgte für großen Jubel. Tickets gibt es hier.
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 | | | Bücherflohmarkt und Kunst |  |  |
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| Gejubelt habe ich diese Woche auch, als ich den nächsten Bücherflohmarkt in der Bundeskunsthalle entdeckt habe. Am Freitag, 27. Februar, können Sie von 14 bis 17 Uhr nach Kunstbüchern stöbern, den Preis bestimmen Sie selbst – ganz nach dem Motto: „Zahlen Sie, was es Ihnen wert ist“. Beim letzten Mal habe ich einige Schätze gefunden, sowohl für mich persönlich als auch für Freunde und Familie. Davor oder danach bietet sich ein Rundgang durch die Ausstellung „Expedition Weltmeere“ an. Dort gibt es seit Kurzem neue inklusive Stationen, die gemeinsam mit der Behinderten-Gemeinschaft Bonn entstanden sind. Hier können Sie alles zu dem wichtigen Projekt nachlesen, das zeigt, welche Hürden es für körperlich beeinträchtigte Menschen im Alltagsleben immer noch gibt. Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle macht Hoffnung und beweist, dass es auch anders geht.
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| Damit verabschiede ich mich zuversichtlich in eine jecke Kulturwoche. Alaaf und bis zum nächsten Newsletter! Judith Nikula
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| Judith Nikula Teamleitung Feuilleton | Theater, Film & Popkultur
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| Sie haben Fragen, Ideen, Tipps oder Feedback? Dann schicken Sie uns eine E-Mail an spoton@ga.de.
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| | | | Eisbaden und Parkbuchten |  | Es gibt Themen, die sollten endlich ausdiskutiert sein, und trotzdem setzt immer noch irgendwer einen drauf. Die Adenauerallee zum Beispiel. Aber das allernervigste Modethema, dem keiner entkommt, heißt Longevity. Mehr >
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