  | Liebe Leserin, lieber Leser,
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| es gibt Wochen, in denen man sich kaum entscheiden kann, wohin man zuerst gehen soll. Bonn startet jedenfalls mit erstaunlich viel kultureller Energie in die zweite Maihälfte: Weltstars kommen in die Region, Mitarbeiter kämpfen entschlossen um das Überleben ihres Kinos, Beethoven reist um die Welt – und selbst eine lange umstrittene Skulptur bekommt nun eine zweite Chance. Dazu gibt es Musik für Nostalgiker, Literatur für lange Abende und einen sehr besonderen Operntipp – einmal nicht im Opernhaus. Hier kommen meine persönlichen Empfehlungen für Ihre Woche.
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 | | | Daniel Hope eröffnet die BTHVN-Woche |  |  |
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| Den Anfang macht die BTHVN-Woche, die am Donnerstag startet. Der prominente Geiger Daniel Hope, der auch Präsident des Vereins Beethoven-Haus ist, versammelt auch in diesem Jahr wieder zahlreiche musikalische Freunde um sich und begibt sich mit ihnen unter dem Motto „Frühling“ drei Tage lang auf eine musikalische Reise. Im Gespräch erklärt Hope kurz vor dem Festivalstart, warum Beethoven gerade heute wieder politisch klingt, weshalb kulturelle Begegnungen wichtiger werden und wie zwei Schwestern in Paris die Musikwelt bewegten.
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| Der Geiger Daniel Hope. Foto: Inge Prade/DG/Inge Prader
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 | | | Rettung für die Sternlichtspiele? |  |  |
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| Metropol, Gangolf, Hansa, Atlantis: Klangvolle Namen, die an frühere Kinosäle in Bonn erinnern. Im November soll mit den Sternlichtspielen am Marktplatz ein weiteres Kino geschlossen werden. Doch so ganz kampflos wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Filmtheater nicht aufgeben, wie mein Kollege Philipp Koenigs zu berichten weiß. Mit einer Petition versuchen sie derzeit, das traditionsreiche Haus vor dem Aus zu bewahren. Die Resonanz auf die Initiative gegen das Kinosterben zeigt, wie emotional die Bindung vieler Bonnerinnen und Bonner an ihr Kino an diesem schönen Standort im Herzen der Stadt noch immer ist. Vielleicht ist genau deshalb jetzt der richtige Moment für einen besonderen Kinobesuch: Am Sonntag läuft dort ab 12 Uhr eine Aufzeichnung von Mozarts „Zauberflöte“ aus London. Rezensenten bezeichnen die Inszenierung des verdienten Regisseurs Sir David McVicar als „triumphal“ und loben, dass sie auch nach über 20 Jahren nichts von ihrer Magie verloren hat. Am Pult steht übrigens Marie Jacquot, die ab der kommenden Saison das WDR-Sinfonieorchester übernehmen wird. Große Oper auf der Leinwand also, aber mitten in Bonn.
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| | | | Ein Sohn vor dem Familiengericht |  | „Ich werde sterben." Mit diesen Worten beginnt ein Schauspieler seine Vorstellung – mitten im Publikum sitzend. Max Lindemanns Inszenierung von Lagarces Familiendrama in der Werkstattbühne will den Zuschauern so nah wie möglich kommen. [GA+]
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| Über Kunst im öffentlichen Raum wird in Bonn bekanntlich gern gestritten. Nun bekommt die umstrittene Skulptur „Mean Average“ von Tony Cragg einen neuen Standort. Die Diskussionen über das Werk hatten sich über Jahre gezogen, nun scheint eine Lösung gefunden. Über die Hintergründe berichtet meine Kollegin Elena Eggert. Vielleicht ist der Ortswechsel ja tatsächlich die Chance, die Skulptur noch einmal neu zu entdecken – diesmal ohne die alten Debatten im Hintergrund.
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 | | | Mit Blue zurück in die frühen 2000er |  |  |
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| Boybands, Baggy-Jeans und große Popballaden: Die britische Band Blue ist in Köln auf Zeitreise gegangen. Meine Kollegin Susanne Schramm war dabei. „Es währt zwar nur 90 Minuten und 21 Stücke lang“, schreibt sie im GA. „Aber davon möchte man, bitte, bitte, keine einzige Sekunde und keinen einzigen Song missen.“ Ihr Fazit ist eine klare Empfehlung für einen (Wieder-)Besuch auf dem Bonner KunstRasen, wo die Band am 27. August auftreten wird.
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| | | | Diese zehn Lesungen in Bonn lohnen sich im Mai |  | Von einem Roman über Essenslieferanten bis zum True-Crime-Podcast als Buch: In den nächsten Wochen finden in Bonn zahlreiche Lesungen statt. Dabei ist auch eine Veranstaltung während der Bonner Theaternacht und eine Silent Reading Party. Zehn Tipps.
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 | | | Eric Clapton kommt nach Köln |  |  |
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| Ein kleiner Ausflug nach Köln lohnt sich ohnehin immer mal wieder. Erst recht, wenn dort eine Rocklegende wie Eric Clapton auf der Bühne steht. Am Freitag, 15. Mai, bringt der 81-Jährige seine virtuose Meisterschaft und ein musikalisches Erbe aus über sechs Jahrzehnten Rock- und Blues-Geschichte auf die Bühne der Lanxess-Arena. Das Publikum darf sich auf eine emotionale Reise mit „Slowhand“ freuen, die von den elektrisierenden Riffs seiner frühen Jahre bis hin zu zeitlosen Klassikern wie „Layla“ und „Tears In Heaven“ reicht. Karten gibt es hier. Zum Schluss Und vielleicht ist das ohnehin das Schönste an diesen Tagen: Dass Kultur gerade wieder überall stattfindet. Im Konzertsaal und im Kino, auf großen Bühnen und in kleinen Häusern, zwischen Beethoven und Boyband-Nostalgie.
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| Eine glückliche Hand bei der Entscheidungsfindung wünscht Ihnen Ihr Bernhard Hartmann
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| Bernhard Hartmann Redakteur Feuilleton | Musik, Kunst & Kultur
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| Sie haben Fragen, Ideen, Tipps oder Feedback? Dann schicken Sie uns eine E-Mail an spoton@ga.de.
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| | | | Königin in neuem Gewand |  | Erholung vom digitalen Alltag, beruhigende Beschäftigung mit greifbaren Objekten – und der warme Klang von Vinyl: Junge Leute wühlen sich mit leuchtenden Augen durch Platten(!)läden. Unser Kolumnist Dietmar Kanthak kann sie gut verstehen. Mehr >
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