  | Liebe Leserin, lieber Leser,
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| während alle Gemüter auf die bevorstehende Kirschblüte und die Saison entlang der Rheinpromenaden in Bonn warten, tobt das Kulturleben munter und unberührt von der anhaltenden Frühlingskälte weiter. Nennen Sie mich Osterhase, denn ich habe einige Easter Eggs im Kulturkorb dabei, die einen recht farbenfrohen Vorgeschmack auf das lange Wochenende geben. Mein erstes Easter Egg, und das werden vermutlich einige von Ihnen mittlerweile schon erahnen, führt wie so oft ins Kult 41 an der alten Viktoriabrücke in Bonn. Dort tobt an Gründonnerstag die Kultreihe Gothic Tumult – diesmal im Zentrum: die Post-Metal-Band Syrbia aus Barcelona. Ein Abend voller atmosphärisch-düsterer Klänge ist programmiert. Ach so, ich versprach Ihnen ja farbenfrohe Easter Eggs. Zur Wiedergutmachung: Am Ende dieses Newsletters gibt es was zu gewinnen.
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 | | | Wagners „Walküre“, aber bitte dystopisch |  |  |
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| Huch, auch das zweite Osterei ist dunkel bemalt. Aber versprochen, danach wird es dem Frühling gemäß wieder bunt. In eine Zeit, in der es den Osterhasen noch gar nicht gab, führt der nächste Kulturabstecher: zum Göttervater Wotan und mitten hinein in Wagners „Ring“. Mein Kollege Bernhard Hartmann war in Köln und hat die „Walküre“ als Fortsetzung des dortigen „Ring“-Projekts gesehen; in einer dystopischen, hochaktuellen Inszenierung von Regisseur Paul-Georg Dittrich. Wotans Welt wird dabei zum System aus Kontrolle und Reproduktion, das von Kameras beobachtet wird. Und dann sind da noch die nerdigen Anspielungen, von David Lynchs „Twin Peaks“ bis zum Marvel-Universum. Warum das auch musikalisch ein Ereignis ist, lesen Sie hier.
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| Astrid Kessler (links) und Daniel Johannson als Sieglinde und Siegmund in Richard Wagners „Walküre“. Foto: Matthias Jung
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| Mein nächstes Easter Egg ist orange, denn diese Farbe steht bekanntlich für Kreativität und Geselligkeit. Komisch, eigentlich könnte man eher an Einsamkeit denken, weil sich nichts auf orange reimt. Sei’s drum. Jedenfalls schreit nichts in meinem Kulturkorb so sehr nach Kreativität und Geselligkeit wie das Jazzfest Bonn 2026. Mein Kollege Thomas Kliemann startet mit einem Thema, das in der Musikszene gerade viel diskutiert wird: KI-generierte Songs werden immer mehr, und viele Musikerinnen und Musiker ärgern sich darüber, wie schamlos die KI bei ihnen klaut. Also stellt er der KI eine passende Frage: Fehlt beim künstlich generierten Jazz nicht der „human factor“? Die Antwort: Der Charme stecke im Mikro-Timing, in kleinen Unschärfen und in „Fehlern“, die plötzlich zu Ideen werden. Genau darauf setzt das Jazzfest Bonn 2026: Intendant Peter Materna gibt dem Festival das passende Motto „Der Faktor Mensch“. Welche Abende und Namen Sie sich dafür schon jetzt markieren können, hat mein Kollege hier zusammengestellt.
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| Mein nächstes Easter Egg ist gelb. Gelb steht nämlich (ich gebe es zu, ich musste das googlen) für gute Laune, Optimismus und eine kleine Portion Albernheit. Passt also ziemlich gut: Im Haus der Springmaus hat das Impro-Ensemble jetzt mit „Voll auf Touren“ Premiere gefeiert. Im neuen Programm dreht sich vieles um Mobilität und wie schnell man dabei in absurde Situationen geraten kann. Besonders komisch ist ein Sketch über Flugtaxis, in dem eine deutsche Kommunalpolitikerin (mit Übersetzer) beim Hersteller in China landet und sich die Verhandlungen zunehmend verselbstständigen. Und auch sonst gilt wie immer bei der Springmaus: Die Stichworte aus dem Publikum geben die Richtung vor, und am Klavier sorgt Paul Hombach dafür, dass Rhythmus und Tempo stimmen. Wie das bei der Premiere funktioniert hat, lesen Sie in der Kritik meines Kollegen Hagen Haas.
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 | | | Chaos-Premiere und Gewinnspiel |  |  |
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| Das nächste Easter Egg habe ich auf Anraten der Suchmaschine klatschrot angemalt, denn diese Farbe soll unter anderem für Chaos stehen. Chaos gibt es auch auf der Bühne des Contra-Kreis-Theaters. In der deutschsprachigen Erstaufführung von Francis Vebers „Don Chaos“ prallen Machotum, Depression und Paarbeziehungen ziemlich rustikal aufeinander. Mit schwarzem (hier schließt sich der Kreis) Humor, derber Sprache und einer Handlung, die ordentlich Wirbel macht. Unser Autor Dietmar Kanthak schreibt, dass das so durchaus unterhaltsam ist. Das Stück läuft bis 10. Mai. Die Kritik lesen Sie hier. Das letzte Easter Egg habe ich gold angemalt, denn viel positives Glück wünsche ich Ihnen und beende nun meine Farbrecherchen. Hier kommt wie versprochen das Gewinnspiel: Wir verlosen 1x2 Tickets für das Konzert „Tribute to Xatar“ am 7. Mai in der Lanxess Arena in Köln. Hier können Sie teilnehmen.
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| Eine abwechslungsreiche Kulturwoche wünscht Emre Koc
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| Emre Koc Online-Redakteur | Literatur & Alternative Kultur
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| Sie haben Fragen, Ideen, Tipps oder Feedback? Dann schicken Sie uns eine E-Mail an spoton@ga.de.
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